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2003


6. - 8. September KERB

 
Kerb mit Kolping

ausführlicher Bericht

 


2005


05. Februar

KKC Fassnachtsitzung 2005


Eine durchweg schöne Veranstaltung boten wir unseren Gästen am 5. Februar. Bei der Fassnachtsitzung wurde, vor fast ausverkauften Haus, den Gästen eine schöne Mischung aus Büttenreden, Tanz und Gesangsvorträgen geboten. Höhepunkte waren unter anderem: Norbert Löw als Protokoller, die Trottwar Lerchen, Marcel Rupp als Baby, der Kirchenchor, mit dem Giesemer Dreigestirn; die Bohrinsel im Baggersee mit den Rodgaunern. sowie die Neuauflage von Heiner und Schorsch alias Dr. Ludwig Schwab und Heinz Mahr. Den Gästen wurde eine reichhaltige Auswahl von kulinarischen Genüssen dargereicht.
Pfingstzeltlager 2005

Pfingstzeltlager 2005


Das diesJahrige Pfingszeltlager der Kolpingjugend Region Mitte führte in diesem Jahr in den Odenwald nach Eutersee. Wir reist mit 7 Personen an. Unterstützt wurden wir noch von der Kolpingsfamilie aus Neu Anspach die zu zwei einviertel anreisten. Insgesamt nahmen über 130 Jugendliche und junge Erwachsene an diesem Zeltlager teil. Das Zeltlager begann am Freitag den 13.5 bei schönesten Sonnenschein und über 20 Grad. Wie üblich suchte man sich nachdem man angereist war sich ein schönen Platz für sein Zelt. Nachdem Abendessen war dann gemütliches beisammen sein am Lagerfeuer angesagt. In der Nacht begann es dann zu regnen und man hatte den Eindruck es würden nicht mehr aufhören. Samstag war dann nach dem Frühstück, wurde je nach intresse verschiedene Aktivitäten angeboten. Am meisten spass hatten die Klein, die Regenzeug dabeihatten, den die konnten am nahe gelegenen Bach wunderschön im Matsch spielen. Abends fand dann auf grund des Regens nicht die Nachtwanderung statt sondern das übliche Lagerspiel statt. Sonntags früh regnet es noch immer und da entschieden sich leider gut 1/4 zur abreise. Glücklicherweise wurde es zum Mittag hin wieder besser. Nachmittags fasnd ein sehr schön gestallteter Gottesdienst statt, der sehr gut besucht war. Der Bauer brachte Stroh, so dass man wenigstens an dem meisten feuchten Stellen es einigermassen wieder trocken hatte. Abends war dann die Nachstaffet für die klein und anschliessend für die grossen. Nach der Nachtstaffette war aufwärmen amLagerfeuer angesagt. Montags ging es nach dem Frühstück ans Zelte abbauen und Platzaufräumen.
14.05.2005

Motorradsternwallfahrt nach Walldürn am Pfingstsamstag


Zur 5. Motorradsternwallfahrt nach Walldürn hatten sich 22 Personen bei mir gemeldet, einige allerdings mit der Einschränkung: nur bei schönem Wetter. Leider wurden die Wetterprognosen wahr und es regnete aus allen Rohren am Samstagmorgen. Nacheinander zogen 15 Gemeldete ihre Teilnahme zurück, vornehmlich aus der chromblitzenden Chopperfraktion. Umso mehr überraschte es mich, dass am vereinbarten Treffpunkt doch noch 10 Personen erschienen waren. Im strömenden Regen fuhren wir los –nicht den direkten Weg sondern über die schönsten Strecken des Odenwaldes zunächst nach Kailbach, wo wir bei Eddy Edelstahl eine Kaffeepause einlegten. Danach ging es über Mudau, Steinbach und Hettigenbeuren nach Walldürn. Auf dem vorgesehenen Parkplatz in Nähe der Wallfahrtsbasilika, dem Schlossplatz, standen nur einige wenige Motorräder. Als wir unsere Sachen verstaut hatten und gerade zum Pfarrzentrum gehen wollten, kamen auch unsere Chopperfreunde an. Sie hatten das Nachlassen des Regens abgewartet und waren dann auf schnellstem Weg nach Walldürn gefahren, doch auch sie waren nicht vom satten S(R)egen verschont geblieben. Langsam füllte sich der Parkplatz. Die Kennzeichen reichten von MZ bis WÜ, doch am stärksten vertreten dürfte OF gewesen sein und damit die Motorradfreunde der Kolpingsfamilie Jügesheim. Wir gingen zum Pfarrsaal und nahmen das wieder liebevoll zubereitete Mittagessen ein. Um 14 Uhr begann der Gottesdienst, diesmal witterungsbedingt nicht vor sondern in der Basilika, musikalisch wieder wunderbar gestaltet von den Young Musicians. Nach der ergreifenden heiligen Messe zogen wir hinüber zum Schlossplatz, wo Motorräder und Motorradfahrer unter Medienbeteiligung – ein Fernsehteam des Südwestfunks war auch vertreten - gesegnet wurden. Es hatte aufgehört zu regnen, so dass das Weihwasser nicht durch Regenwasser verdünnt wurde. Unsere Chopperfreunde wollten danach den niederschlagsfreien Moment zu Rückfahrt nutzen, während wir noch einen Kaffee im Pfarrsaal einnahmen. Als wir später zu unseren Maschinen zurück kehrten, goss es wieder in Strömen. Doch wir sind ja nicht aus Zuckerwatte. Und so fuhren wir nicht auf dem schnellsten, sondern auf einem der schönsten Wege zurück
30.05.2005

Äppelwoi Express


Am 30.Mai fuhr unsere Kolpingsfamilie mit dem Äppelwoi Express durch Frankfurt. Um 18:22 gings von Jügesheim mit der S-Bahn gen Frankfurt. Die 25 Teilnehmer verbreiteten schon während der Anreise gute Stimmung. Vor allem unser Kolpingbruder Gotthold. Am Ostbahnhof angekommen bewältigten wir mit einem schönen Spaziergang die letzten Meter zur Starthaltestelle am Zoo. Durch den reibungslosen Verlauf der Anreise waren wir etwas zu früh und mussten noch einige Minuten warten. Die Wartezeit wurde von vielen für einen vorsorglichen Toilettengang genutzt werden. Um 19.15 fuhr dann endlich der "Express" ein. Nachdem alle ihre Plätze eingenommen hatten machte der Fahrer uns mit der Geschichte des Straßenbahnwagens und dessen technischer Ausstattung vertraut. Nicht zuletzt wies auf den Getränkevorrat hin der damit zum Konsum freigegeben wurde. Das standesgemäße Getränkeangebot bestand aus Frankfurter schoppen (wohl der besten Sorte die Possmann zu bieten hat), Sauer-Gespritztem für die nicht ganz so trinkfesten, Mineralwasser und Apfelschorle. Unser Fahrer, der unter dem Namen „Der Odenwälder„ bekannt ist wies darauf hin das bei Bedarf jederzeit Pinkelpausen möglich sind, so das sich niemand beim trinken zurück halten müsse. Man müsse nur an die "Stopp" Klingel läuten und schon steuere der Express die nächste Örtlichkeit an. Unser Fahrer bat darum nur die Leine auf der rechten Seite zu ziehen, da die linke, die nur bei Anhängerbetrieb benötigt wird ein schrilles Pfeifen auslöst, wenn kein Anhänger angeschlossen ist. Nun ging es endlich los. Der Express machte sich von Bornheim aus auf den Weg uns Frankfurt näher zu bringen. Wann immer es der Linienverkehr, der die gleichen Gleise beansprucht es zuließ hielt unser Fahrer an um auf berühmte Gebäude und Sehenswürdigkeiten hinzuweisen und die ein oder andere frankfurter Anekdote zum Besten zu geben. Nach einem anderthalbstündigen Rundkurs durch Frankfurt endete die Fahrt auf der Alten Brücke von der man einen wunderschönen Blick auf die frankfurter Skyline hat. Leider mussten wir nun die originelle Tram verlassen und machten uns auf nach Sachsenhausen um im Dauth Schneider den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Natürlich nicht ohne vorher Frau Rauscher in der Klappergasse einen Besuch abzustatten. Es war ein kurzweiliger, schöner Abend, die 10,- Euro Fahrpreis für den Äppelwoi Express war der Spaß allemal Wert.
Infos zum Äppelwoi Express:
Telefon:
069/213-22325
E-Mail:
Äppelwoi-Express

Internet:
VGF-FFM
08.06. - 12.06.2005

Belgienrundfahrt


Reisebericht der Kolpingsfamilie Jügesheim

Die Kolpingsfamilie war in der Zeit vom 08. Juni bis 12. Juni 2005 auf großer Fahrt. Die Reise ging in diesem Jahr nach Belgien. Kurzer Ablauf der Reise in Wort und Bild.

1. Tag

Am Mittwoch morgen gegen 6.00 Uhr in der Frühe, fuhren wir mit einem Bus der Firma Nees, über Bundesdeutsche Autobahnen zu unserem ersten Ziel an diesem Tag nach Brüssel. Gegen 12.00 Uhr sind wir in der Hauptstadt Belgiens eingetroffen und unternahmen gleich einen kleinen Spaziergang in der Nähe der Altstadt. Hier besuchten einige der Reiseteilnehmerden Dom. Um 13.30 Uhr war die Stadtrundfahrt mit einem Reiseführer angesagt. ER zeigte uns viele Sehenswürdigkeiten und markante Punkte in Brüssel. Außerdem fuhren wir durch den Stadtteil wo die EU-Institutionen ihre Sitze hat. Nach der Führung die etwas 2 Stunden dauerte fuhren wir weiter nach Gent. Im Messehotel Holyday Inn, das am Stadtrand lag, bezogen wir für 5 Tage Quartier. Die Unterkunft sowie die Verpflegung war Spitze

2. Tag

Am 2 Tag besuchten wir am Morgen die Stadt Gent mit ihren Sehenswürdigkeiten. . Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus und nach einer Brotzeit besichtigten wir am Nachmittag einer der schönsten Städte Belgiens Brügge. Bei einer Stadtführung erlagen wir dem Charme dieses Städtchens und wir verbrachten dort einige schöne Stunden.

3. Tag


Am Freitag Morgen nach einem ausgedehnten Frühstücke fuhren wir nach Antwerpen und genossen den Flair einer europäischen Hafenstadt. Bei einer Stadtführung die wir zu Fuß unternahmen, zeigte uns die Stadtführerin alle interessanten Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Danach hatte man genügend Zeit die Stadt Antwerpen auf eigene Faust zu erkunden und zu erleben. Nach einem ereignisreichen Tag sind wir gegen 17.00 Uhr wieder zurück zum Hotel gefahren und ließen diesen Tag bei einem guten Abendessen ausklingen.

4. Tag


Samstag der 4 Tage unserer Reise besuchten wir die Stadt am Meer Ostende. Nach einem Spaziergang in der Stadt mit seinen Sehenswürdigkeiten - am Strand und Hafen dort wo die großen Fährschiffe liegen die Richtung Dover auslaufen besuchten wir die Verkaufsstände der Fischverkäufer. Hier probierten wir einiges was angeboten wurde. Am Nachmittag fuhren wir dann von Ostende bis nach Knocke Heist an der belgischen Küste entlang. Nach einem kurzen Aufenthalt in Knocke Heist war unser nächstes Ziel die Altstadt von Gent. Dort besuchten wir einen Gottesdienst in der Michael Kirche. Unser Bus fuhr uns bis zu dieser Kirche obwohl er dort nicht hätte fahren dürfen. Das brachte dem Busfahrer einigen Ärger mit den örtlichen Polizisten ein. Nach dem Kirchenbesuch wollten wir wieder in den Bus einsteigen aber unser Fahrzeug stand ganz wo anders. Der Busfahrer hat per Handy uns Bescheid gegeben, dass er an einer anderen Kirche einen Parkplatz gefunden hat. Deshalb spazierten wir ein letztes Mal durch die ganze Altstadt von Gent bis wir unseren Bus erreichten. Nach dieser Odyssee fuhren wir dann zum Hotel zurück. Bei einem guten Abendessen und gemütlichem Beisammensein ließen wir die letzten 5 Tage in Belgien Revue passieren.

5. Tag


Am letzten Tag der Reise nach einem leckerem Frühstück fuhren wir wieder Richtung Heimat. Es wurde beschlossen, dass wir noch der alten Kaiserstadt Aachen einen Besuch abstatten wollten. Nach einem Stadtrundgang mit Besuch des Kaiserdoms fuhren wir nach Jügesheim zurück wo wir gegen 19.00 Uhr eintrafen.
Es war eine gelungene Studienreise mit guter Unterkunft und Verpflegung.
01.07. - 03.07.2005

5. Kolping Bikertreffen in Osterhofen (Niederbayern)


Neun Vertreter der Kolpingsfamilie Jügesheim starten am frühen Freitagmorgen auf ihren Motorrädern nach Osterhofen und trotzen der nassen Witterung. Wir sind fest entschlossen, nicht den nächsten, sondern den schönsten Weg nach Osterhofen zu fahren. Vier weitere unserer Freunde wollen am Nachmittag auf schnellstem Wege nachkommen. Unsere Strecke führt durch Odenwald und Spessart nach Wertheim, dann durch das liebliche Taubertal nach Tauberbischofsheim und schließlich nach Rothenburg ob der Tauber, wo wir in der romantischen Innenstadt eine Frühstückspause einnehmen. Es hat aufgehört zu regnen, so dass wir die schweißtreibenden Regenklamotten ablegen können. Weiter geht es über die Frankenhöhe ins Altmühltal. Vorbei an malerischen Felsen folgen wir der Altmühl bis zu ihrer Mündung nach Kehlheim. Nun machen wir einen Abstecher zum Kloster Weltenburg, herrlich an der Donau gelegen. Wir besuchen die Basilika und danach die Gastronomie der ältesten Brauerei der Welt. Da wir noch fahren müssen, verbietet sich der Genuss des Gerstensaftes von selbst; Kaffee und Kuchen sind angesagt. Auf unserem Fußweg zurück zu den abgestellten Bikes werden wir von einem kräftigen Regenschauer überrascht, der uns zur Flucht in eine offene Garage treibt. Helmut und Angelika begleiten uns noch bis zur B8, nehmen dann aber den direkten Weg nach Osterhofen während der Rest noch eine Schleife durch den bayrischen Wald fährt. An dessen Südseite stauen sich tief hängende Regenwolken in der Abendsonne. Noch im folgenden kräftigen Schauer zieht ein Teil unserer Gruppe das Regenzeug wieder an, der Rest wartet in der nächsten Ortschaft, wo der Regen schon wieder aufgehört hat. Auf unserem weiteren Weg über Cham nach Bodenmais geraten wir mehrfach in Schauer, doch bei Viechtach wird der Schauer zum Wolkenbruch. In einer Unterführung gerät mein Gespann in eine derart tiefe Wasserlache, dass eine meterhohe Wasserfontäne in das Boot schwappt und Petra mit einem Schlag durch und durch nass ist. Hannes hinter mir kann sein Bike trotz schlingerndem Hinterrad gerade noch rechtzeitig zum Stehen bringen. Im nächst gelegen Gasthof kehren wir zum Umziehen und Trocknen der durchnässten Klam(m)otten ein. Zu allem Überfluss versengen unsere über dem Ofen abgelegten Handschuhe und werden unbrauchbar. Die Abenddämmerung hat bereits eingesetzt, als wir wieder in Fahrt kommen. Ab Deggendorf ist es stockdunkel, so dass wir die letzten Kilometer über die Autobahn fahren. In Osterhofen, wo unsere Nachmittagsstarter bereits eingetroffen sind, erwarten uns auch viele Bekannte von den vorhergehenden Treffen. Die Fahrzeuge können wir im nahegelegenen Feuerwehrhaus abstellen, wo wir auch unsere nassen Utensilien zum Trocknen aufhängen können. Das Kolpinghaus bietet viel Platz für Veranstaltungen und Gruppenarbeit. Schlafplätze auf Liegen gibt es hier wie auch in der gegenüberliegenden Turnhalle. Beim Abendessen und Bier –leider ist das kleine Holzfass bereits leer - ist natürlich auch unser Tauchgang bei Viechtach Gesprächsthema; ich werde zum Ubootkapitän ernannt (Anrede: Herr Kaleun) und Pertra zum EinsWO. Unser im Fahrtwind flatternder Kolpingwimpel hat sehr gelitten und zeigt an den Spitzen Auflösungserscheinungen. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen werden nach und nach die Bikes aus dem Feuerwehrhaus geholt und zu den neu eintreffenden Bikes und Trikes gestellt. Alle Gattungen sind vertreten, vom Hardcore-Chopper bis zum rennenden Joghurtbecher, von der Enduro bis zum Supertourer –„Omasofa„ genannt- Gespanne und Trikes. Typisch bayrisch geht es beim Mittagessen zu: Weisswurst und Brezel. Um halb zwei startet die Ausfahrt. Dabei wird in nicht allzu großen Gruppen in zeitlichem Abstand gestartet, um ein Auflaufen zu verhindern. Ich reihe mein Gespann hinter Hans Jodeit’s ein, einer der beiden Hauptorganisatoren, den wir schon seit Beindersheim kennen. Nach Querung des breiten Donautales schwingen wir uns zu den schattigen Höhen des bayrischen Waldes empor. Über herrliche Straßen fahren wir zur Festung Oberhaus, ein herrlicher Aussichtspunkt auf die malerische Dreiflüssestadt Passau. Hans Jodeit und Johann-Giovanni Framersberger haben sogar eine Mitarbeiterin aus dem Diözesanverband geordert, die uns viel interessantes über Passau erklärt. In Passau selbst ist der Platz vor dem Dom für uns reserviert. Domkapitular Dr. Mär führt uns durch den Dom und übergibt schließlich an die Chefkantorin, die uns hinauf zur größten Kirchenorgel der Welt bringt, diese ausführlich erläutert und einige Kostproben des akustischen Potenzials ertönen lässt. Die Rückfahrt nach Osterhofen endet mit einer triumphalen Parade zu Osterhofens Marktplatz. Im Kolpinghaus sind bereits Kaffee und Kuchen vorbereitet. Nach dem Kaffee geht es zum Gottesdienst in die Kirche, wunderschön begleitet vom Jugendchor der Pfarrgemeinde und ergänzt durch ein Ave Maria-Solo. In seiner Predigt geht Kolpingpräses Herlinger besonders auf die Motorradfahrer ein und betet schließlich den allen Walldürn- und Vierzehnheiligenwallfahrern bekannten Psalm des Motorradfahrers. In einer Fußparade begleitet vom Fanfarenzug begeben wir uns nach dem Gottesdienst zum Marktplatz, wo Motorräder und Fahrer den Segen mit Weihwasser erhalten. Nach dem Abendessen im Kopinghaus lädt die Abendsonne zum gemütlichen Beisammensein im Freien ein, wiederum begleitet vom Fanfarenzug. Mir kommt die Ehre zu, ein zweites Holzfass anzuzapfen. Gerade frisch geduscht, erhalte ich so noch eine schaumige Spülung. Der Pokal für die weiteste Anreise geht an Heinrich aus den Kreis Vechta in Niedersachsen. Ebenfalls nach Niedersachsen geht der Wanderpokal zur Ausrichtung des 6. Kolping Bikertreffens, nämlich nach Hildesheim. Die Vertreter der Kolpingsfamilie Jügesheim erhalten zum dritten Mal in Folge den Pokal für die größte Gruppe, Helmut und Angelika zudem noch den Pokal für die früheste Anmeldung. Nach weiteren musikalischen Einlagen des Fanfarenzuges und einem Duett, u.a. mit der Filmmelodie zur Titanic, wobei Kaleun und EinsWO etliche Blicke und hämisches Grinsen auf sich ziehen, unterhält die Kolpingsfamilie Osterhofen mit Sketchen. Schließlich stimmen Margret von der Kolpingsfamilie Beindersheim mit ihrer Gitarre und Michael aus Köln im Lagerfeuerschein Lieder an, bis spät in die Nacht. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen verabschieden wir uns von unseren Gastgebern und treten bei strahlendem Sonnenschein die Heimreise durch den bayrischen Wald, die Oberpfalz und das Nürnberger Land an. Ab Lauf wählen Petra und ich die Autobahn während der Rest die Weiterfahrt auf der B8 bevorzugt.
Es war wieder eine gelungene Veranstaltung. Ein dickes Lob und tausend Dank an unsere Gastgeber.
01.07. - 03.07.2005

5. Kochkurs für Männer der Kolpingsfamilie Jügesheim


1. Tag

Bei 5. Kochkurs konnte wir 5 neue Männer und 9 Männer, die wiederholen, begrüssen. Am ersten Abend kamen 10 der 14 Teilnehmer.Am diesem Abend erklärte Ralf den Teilnehmern, wie man richtig schneidet und wie man sicherstellt das das Schneidebrett beim arbeiten nicht über den Tisch wandert und wie wichtig Sauberkeit am Arbeitsplatz ist.Nachdem uns Ralf gezeigt hat wie feine Streifen und Würfel geschnitten werden (siehe Bild 1 und 2), durften wir uns an dem mitgebrachten Gemüse versuchen. Als erstes wurde das Gemüse geputzt und geschält Anschliesend wurde das Gemüse in kleine Würfel geschnitten.Da wir Spaghetti Bolognesse mit einem Salat machten, benötigten wir Tomaten, die erstenmal geschält und entkernt werden mussten. Hier zeigt uns Ralf wie das geht. Genauso machten wir das nach.Beim Hackfleich anbraten zeigte uns Ralf was passiert, wenn man zu viel Fleisch aufeinmal in den Topf gibt, der Topf kühlt zu schnell ab und das Fleisch fängt an zu kochen.Nachdem wir die Sauce und die Nudeln gekocht hatten und der Salat zubereitet war, setzten wir uns zum essen zusammen. Wie man an den Tellern auf Bild 13 sieht, hat es uns allen geschmeckt.

2006


23. Januar

Komunalpolitik mit leeren Kassen


Referent: Bürgermeister Alois Schwab

In der gut besuchten Veranstaltung berichtete uns Herr Schwab zuerst wie zurzeit die Finanzlage der Stadt aussieht und wie sich diese in den letzten Jahren entwickelt hat. Dabei erläuterte er, dass ein Grossteil der Einnahmen schon fest verplant sind. So gehen von rund 53 Million über 18 Millionen an den Kreis. Weiterhin machen die Personalkosten einen großen Posten aus. Diese konnten aber in den letzten Jahren erheblich gesenkt werden, ohne das es Einschränkungen bei z.B. der Betreuung der Kindergärten gab. Weiterhin führte er aus, dass die Stadt Rodgau nicht alleine Probleme hat, sondern die 70 Städte und Gemeinden des Rhein-Main Gebiets mit runden 300 Millionen fehlenden Einnahmen rechnen. So gab er uns die Auskunft, dass mit der Änderung der Buchführung von der Kamaralistik auf die doppelte Buchführung doch die Werte der Stadt besser aufgezeigt werden können.. So konnte mit der Änderung die Abschreibung von Maschinen verdeutlicht werden. Weiterhin fließt nun auch die Bewertung von Grundeigentum in die Buchführung mit ein. Auch sei ein persönlicher Kontakt zu den Firmen und Vereinen im Ort sehr wichtig und man kann dann sehr viel erreichen. Als Beispiel nannte er die Kreisel-Gestaltung in Dudenhofen und in Jügesheim sowie die Finanzierung von der Veranstaltung "Stadt und Land, Hand in Hand", die der Stadt kein Geld gekostet habe. In der anschließenden Diskussionsrunde ging er auf die Fragen der Anwesenden ein und gab kompakte und verständliche Antworten. Auch auf kritische Fragen gab er zufriedenstellende Antworten, wie zum Beispiel bei der Senkung von freiwilligen Leistungen und die Erhöhung von Verwaltungsgebühren. So würde das Erste zur deutlichen Mehrbelastung der Stadt führen, da sie z.B. Aufgaben von Vereinen übernehmen müssten, wenn die Vereinsförderung gestrichen werden würde. Obwohl hier eine Änderung vorgenommen wurde und nur noch Vereine gefördert werden, die aktiv sind. Die Gebühren (z.B. Gewerbesteuer) könnten nicht erhöht werden, da die Stadt sonst Ihren Wettbewerbsvorteil verlieren würde.

Alles in allen fand ich diesen Vortrag sehr informativ
25. Februar

Fassnachtsitzung 2006




Bei unserer diesjährigen Fastnachtsitzung wurde den kostümierten Fastnachtern ein tolles Programm geboten.

Nach der Begrüßung durch unseren O-Sager Norbert trat die Schola-Gruppe als "Cowboy Schlümpfe " auf und tanzten nach einem Kinder-Hit. Als nächstes brachten die Trottwa Lersche den Saal mit ihrem Liedergut in Stimmung. Norbert Löw als Protokoller gab uns einen lokalen humoristischen Jahresrückblick. Ihm folgten die TGM - Tanzmädels mit einem Formationstanz der das närische Publikum begeisterte. Marcel Rupp war dieses Jahr wieder als Bildzeitungsbote aufgetreten und präsentierte einen gelungenen politischen Jahrsrückblick. Die RCC Dancers als eine neue Tanzgruppe in unserem Programm brachten den Saal in Stimmung. Danach kam vor der Pause eine kleine Abordnung des Kirchenchors auf die Bühne und gratulierten Alwin Ring zu 65. Geburtstag.

Nach 11 Minuten Pause ging es gleich munter mit einer Schau- und Gesangseinlage der Rodgauner weiter. Sie präsentierten, wie sich die fünf Rodgauer Stadtteil gegen das Auslagern von Betrieben nach China wehren. Im Anschluss tanzte das Jugend Tanzpaar derTGM-SV einen schönen Gardetanz. Die Tratschweiber sorgten anschließend für Stimmung. Nach ihnen kam nach einem Jahr Abstinenz die Heulsuse, Eberhard Wernig von der Kolpingsfamilie aus Offenbach. Sie sorgte wie immer, für eine tolle Stimmung Nach einer Schunkelrunde kam zum Abschluss des Programms ein Rentner auf die Bühne und erzählte, weshalb er in Ruhstand ging und das sein Rentnerdasein alles andere als Ruhestand ist. Der Redner war Wolfgang Braun ebenfalls von unsereren Kolpingbrüdern aus Offenbach Für seinen Vortrag bekam er Szenenapplaus.

Nobert unser O-Sager dankte alle Mitwirkenden auf der Bühne hinter der Bühne sowie der Küchen- und Thekenmannschaft für Ihren Einsatz und beendete mit einem dreifach Giesem Hellau die Sitzung.

Kulinarisch wurde unsere Gäste durch eine Auswahl von leckeren belegten Brötchen, Käsestangen und Käsewürfel verwohnt.
6. März

Wie sparen wir Energie im Haushalt




Ein Energieberater von der EVO berichtete am 06.03.2006 über die verschiedenen Möglichkeiten, Strom im Haushalt zu sparen. In seinem Vortrag zeigte er uns auf, was Energierfresser im Haushalt sind. So ist in der Regel eine dezentral Wasserwärmung günstiger als eine zentrale Warmwasseraufbereitung. Auch kann man Heizkosten durch Thermostate und eine Zeitschaltung an der Heizungsanlage sparen. Er zeigte uns auf, das eine Temperaturerhöhung um ein Grad eine Erhöhung des Energiebedarfs um 6% bedeutet. Hingen eine Senkung um 1 Grad hilft die Heizkosten um 6% zu vermindern. Weiterhin erklärter er uns, dass durch richtige Isolierung der Warmwasser- und Heizungsleitungen die Kosten für die Heizung deutlich gesenkt werden können. Auch sei es wichtig wie der Heizkessel und die Rohre isoliert sind. Als Beispiel führte er an, dass er in einem Hotel mal kaltes Leitungswasser trinken wollte und dies nicht konnte, da die Warmwasserleitung schlecht isoliert war und so das kalte Wasser ebenfalls warm war. Es wäre ein schlechtes Zeichen für die Isolierungen, wenn man im Winter die Wäsche im Heizungsraum innerhalb kürzester Zeit trocknen könnte. Er erklärte uns wie man seinen Energieträgerbedarf (Öl, Kohle, Erdgas usw.) an Hand der Wohnungsgröße berechnen kann.

Bei Elektrogeräten deutete er an, dass sie nicht nur im „Stand BY Modus„ Stormfresser sind, sondern auch wenn sie nur in die Steckdose gesteckt werden.

Außerdem erklärte er die Vorteile einer Solaranlage auf dem Dach und das die EVO für jede produzierte kwh 0,59 Euro bezahlt. Somit würde sich eine solche Anlage nach ca. 15 Jahren bezahlt machen. Er wies aber darauf hin, dass es nächstes Jahr nur noch 0,55 Euro/kwh geben würde.

Eine Menge von Infomaterial über Einsparungen von Energie im Haushalt hatte der Fachmann von der EVO mitgebracht. Die Besucher nahmen das Material gern mit nach Hause um die vielen Informationen die sie gehörten hatten in aller Ruhe zu durchdenken und Schlüsse daraus zu ziehen.

Auch erzählte er uns, dass die EVO Stormsparen unterstützt, durch Energieberatung in den entsprechenden Anlaufstellen und das man unter anderem Messegeräte ausleihen kann, zu Ermittlung des Stromverbrauchs von Haushaltsgeräten.

Alles in allem fand ich den Vortrag sehr informativ.

20. März

Besuch des Cybernariums in Darmstadt



Am Montag, den 20.3.06 trafen wir uns um 19:00Uhr, um nach Darmstadt ins Zukunftsmuseum "Cybernarium" zu fahren. 19 Personen verteilten sich auf 6 Autos. Eine knappe Stunde später hatten trotz der etwas ungenauen Wegbeschreibung alle das Cybernarium gefunden und unsere Führung konnte pünktlich um 20:00 Uhr beginnen. Unser Führer war Jonas Beseler, der witzigerweise aus Jügesheim stammt. Er erklärte uns, dass Cybernarium sei eine Tochter des Darmstädter Fraunhofer Instituts, in dem wissenschaftliche Ausstellungstücke präsentiert werden.
Als erstes bekamen wir lustige Brillen in der Hand gedrückt. Die Brillen benötigte man um die dreidimensionale Darstellung der Erde auf einer Videowand ansehen zu können. Es wurde veranschaulicht, in welchem Maße sich die Anzahl der im Orbit kreisenden Satelliten und des Weltraummülls seit dem Beginn der Raumfahrt in den 60er Jahren entwickelt haben. Nach einem kurzen Flug zu Saturn und Jupiter, die Darstellung wirkte so echt, das der ein oder andere versuchte die Planeten anzufassen, wurde uns noch gezeigt wie unsere Sternzeichen von einer anderem Stelle im Weltraum aus betrachtet aussehen würden.
An der nächsten Station konnte man mit einem „Greifer" mittels Videoerkennung Atome die in einem Buch dargestellt sind zu dreidimensional dargestellten Molekularstrukturen zusammenbauen. Die Moleküle konnte man mit Hilfsmitteln drehen und von allen Seiten bestaunen.
Danach kamen wir zu einem Modell, das den Frankfurter Flughafens im Jahr 2015 zeigt. An der Wand hing eine schematische Übersicht der verschiedenen Entwürfe für das zu bauende Terminal 3, durchgesetzt hat sich aufgrund der logistischen Vorteile die von anderen Terminals bekannte Fingerstruktur. An dem Tisch befanden sich zwei Brillen die mit Computern verbunden waren. Mit einer dieser Brillen auf der Nase, erwachte das Modell zum Leben, man konnte Flugzeuge über die Rollbahnen gleiten sehen und Informationen zu Gebäuden die man sich gerade betrachtete wurden eingeblendet. Faszinierend war auch zu sehen, wie Flugzeuge über die A5 gefahren sind. Wenn man sich von dem Modell weg drehte, konnte man im Süden bis nach DA und Obertshausen blicken.
Das nächste Ausstellungsstück war eine virtuelle Gutenberg-Druckerei, hier konnte sich jeder im mittelalterlichen Druckhandwerk üben. Mit einer Acryl-Pinzette greift man virtuellen Buchstaben im Setzkasten, färbt die Lettern mit dem Färbeballen ein und druckt sein Werk selber aus. Der Setzkasten bleibt leer, die Finger sauber, doch das virtuell gesetzte Wort erscheint real auf dem Papier.
Weiter ging es zum Herbarium, welches mit der erweiterten Realität darstellt, wie Bäume wachsen und dabei dem Licht zu streben. Das Licht wurde durch eine Papplaterne simuliert, die auf eine Buchseite gerichtet einen Baum aus selbiger wachsen lies, je nachdem welche Seite man aufgeschlagen hatte war ein Baum im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter zu erkennen. Der Baum wuchs dabei immer in Richtung der Laterne.
An einer virtuellen Graffitiwand konnten sich die Sprayer unter uns mit einer virtuellen Sprühdose austoben ohne Schaden anzurichten, ein Druck auf den Reset Schalter und die Wand war wieder strahlend weiß.
Nun ging es in den Keller, hier bekamen 7 freiwillige, Mützen die sie zum Teil eines virtuellen Stromnetzes machten aufgesetzt, einer war nun das Kraftwerk, ein anderer eine Umspannanlage, einer ein Wohnhaus usw. Die entsprechenden Gebäude konnte man auf einer Projektionswand sehen, die Position auf der Leinwand richtete sich dabei nach der Position des Mützenträgers im Raum, sobald ein Gebäude in der richtigen Position zu einem anderen war wurden diese mit einer Leitung verbunden. Ziel dieses Rollenspiels war es durch die richtige Anordnung der Komponenten ein funktionierendes Stromnetz herzustellen. Die Freiwilligen mussten ihr Gebäude und damit auch sich selbst so anordnen, dass der Strom vom Erzeuger zum Verbraucher fließen konnte. Den Weg dorthin zu beobachten war für alle U mstehenden mitunter sehr amüsant.
Danach wurde am Beispiel einer Autotüre, in die es das Türschloss einzubauen galt gezeigt wie statt mit einer unverständlichen gedruckten Anleitung ein virtuelles Handbuch eingesetzt werden kann, das in naher Zukunft schon Realität werden könnte. Eine Kamera registriert an welcher Stelle des Montagevorgangs man sich gerade befindet und steuert so die Videounterstützten Anweisungen die auf einem Monitor gezeigt werden.
Am nächsten Exponat, einem Ultraschall-Simulator der zur Schulung von Ärzten entwickelt wurde die Ultraschall-Untersuchung einer Schwangeren simuliert. Etliche Hobby-Frauenärzte versuchten sich daran, eine Herausforderung war dabei die richtige Erkennung des Geschlechtes Ungeborenen.
Anschließend wurde ein bisschen Memory gespielt, vor uns auf dem Tisch lag eine Reihe von Karten mit binären Codes. In die Kamera gehalten, sah man auf dem Bildschirm Figuren über den Karten schweben. Eine war ein virtueller Schneemann, nun galt es die passende Karte zu dem Schneemann zu finden, Wundersamerweise war dies eine Karte die einen virtuellen Föhn entstehen lies. Hatte man zwei zusammen passende Karten aufgedeckt machten sich die Figuren überraschend selbstständig. Der Schneemann nahm seinen Hut ab, hüpfte zum Föhn und begann sich die Haare zu föhnen, bis er geschmolzen war und nur noch der Zylinder übrig war.
Ein weiteres Ausstellungsstück war ein zurzeit leider nicht funktionsfähiger Drachengleiter mit dem man einen virtuellen Rundflug über das Rhein-Main Gebiet machen kann.
Der Evolutions-Simulator „E-Voluzzer", eine Doktorarbeit von mehreren Frankfurter Studenten zeigte uns anschaulich die Entwicklung von Organismen im Laufe der Evolution dar. Zur Darstellung der Organismen setzt der Simulator eine Vielzahl winziger Dreiecke zu einem dreidimensionalen Bild zusammen.
Abschließend gab es noch ein virtuelles Tic-Tac-Toe Spiel, der Computergegner war aber nicht besonders schlau und lies sich leicht besiegen.
Im Anschluss an die Führung durfte jeder nach Herzenslust an mit den Exponaten spielen. Der Versuche Alkohol-Moleküle zu erschaffen scheiterten jedoch kläglich, dafür wurden Unmengen an Benzolsäure erzeugt. Unser Vorsitzender ist nun Meister im Schloss einbauen.
Später durften wir Luigi, einen virtuellen Fremdenführer durch eine der schönsten Kathedralen Europas, den Dom von Siena begleiten. Wieder mit den lustigen Brillen auf der Nase. Diese 3D-Simulation wurde für die Expo 2000 in Hannover entwickelt. Scherzkekse unter den Programmierern haben Luigi auch einige unschickliche Gesten beigebracht, dieser zeigt z. B. beim unbedachten drücken einer bestimmten Tastenkombination den „Stinkefinger", was beim Expo-Publikum mitunter nicht gut ankam. Nach der leider viel zu kurzen Besichtigung des Domes wurde noch die Simulation einer Fabrik gezeigt, die für einen Autobauer entwickelt wurde um eine neuen Produktionsstätte im Vorfeld zu optimieren.
Nach 2 Stunden ging es wieder nach Hause.
Alles in allem war es ein sehr informativer und schöner Abend.

Infos zum Cybernarium:
Telefon:
06151/1522022
E-Mail:
Führung

Internet:
Cybernarium
09. April

Frühjahrswanderung



Am 09.04.2006 wanderten bei hervorragenden Wanderwetter über 30 Teilnehmer / innen auf einem Teilstück des Bonifatiusweges.
Die Strecke ging von Eddersheim über die Weilbacher Kiesgruben , die Obststadt Kriftel nach Sulzbach.
Die An – bzw. Abreise wurde mit der S-Bahn getätigt.
Die von Norbert Gossmann sehr gut organisierte Wanderung wurde durch ein gemeinsames gemütliches Abendessen in Sulzbach abgerundet..
Tenor : „ Hat Spaß gemacht , die Herbstwanderung kann kommen
24. April

Nachtwächterführung durch Dreieichenhain



"Nachtwächter" Gerd J. Grein

Am 24.4.06 machten sich über 30 Kolpingsschwestern und -Brüder auf zu einer Nachtwächterwanderung im Ortskern von Dreichenhain und um die Burg. Unser Nachtwächter war der Gerd J. Grein. Er führt nicht nur die Nachtwächterwanderung in Dreieichenhain, sondern ist auch noch Museumsleiter an der Veste Otzberg. Er kam stillecht in einer Nachtwächterkostüm, mit einer Pike und Laterne bewaffnet. Da wir unsere Führung um 20:00 Uhr bestellt hatten, war die Laterne noch nicht an. Herr Grein informierte uns über die Tätigkeit eines Nachtwächters. So hatte dieser z.B.von 22:00 Uhr bis 4:00 Uhr Dienst und musste alle Stunde die Stadtbevölkerung mittels Hornsingal über die Uhrzeit informieren und Brände verhindern. Weiterhin war er dafür verantwortlich, dass sich die Jugend sittsam verhielt und dass die Lokale um 24:00 Uhr schlossen. Da ein Nachtwächter die Gemeinde sehr teuer kam, wurde dieser meist tagesüber für weitere Tätigkeiten, in der Regell als Schweine- oder Kuhhirte eingesetzt. Da die Bezahlung des Nachtwächters trotzdem recht dürftig ausfiel, durfte dieser zweimal im jahr sein Gehalt durch "betteln" aufbessern.Dies war jeweil zur Kirchweih und zum "Neujahr". Hierbei verstand er es immer wieder mit schönen Gedichten die Spendierfreudigkeit der Bevölkerung anzuheben.

In Dreieichenhain wurde ein Nachtwächter bis 1929 beschäftigt. Erst nachdem man zur Probe ein halbes Jahr auf einen Nachtwächter verzichtete und nichts passierte, wurde dieses Amt abgeschafft.

"Kuschelecke" der Burg Dreieichenhain


An verschiedenen Station der Altstadt informiert Herr Grein die Gruppe über Ereignisse die Dreieichenhain betraffen. U.a. von der Gründung als Jagdesitz des Karl des Großen. Damals war das Gebiet von Bad Vilbel bis Darmstadt und von Mainz bis nach Aschaffenburg ein riesiges zusammenhängendes Waldgebiet. Als Behausung des Jagdpächtes diente ihm der Turm,in dessen Schatten alljährlich die Freilichtspiele stattfinden Dieser Turm wurde nicht nur wegen möglicher Feinde so Wehrhaft gebaut, sondern, um seine Bewohner vor Wilden Tieren zu beschützen.Damals sagten sich nicht nur Fuchs und Dachs, sondern auch Wolf und Bär hier "gute Nacht" Er brichtete uns auch über die sehr abwechlungsreiche Geschichte der Burg Hain, bis sie zu einer Ruine wurde. Dies lag nicht an Kampfhandlungen, sondern daran, dass im Jahre 1750 der Turm des "Jagdpächters" einstürzte. Dies war die Folge mangelnder Pflege der Bausubstanz, der Turm war baufällig geworden. Als folge diese Einsturzes erklärte der damalige Besitzer die Burg zum Steinbruch und so wurden aus den Gebäuden und Gemäuern die Steine nach Bedarf entfernt.

Bei der Führung durch die Stadt erfuhren wir, dass z.B. der Gründer der bekannten Baufirma Holzmann aus Dreieichenhain kam, ebenso wie Ludwig Erk, ein Sammler von deutschem Volksliedgut. Auch erfuhren wir wie das Stöffchen nach Hessen kam und dort zum Nationalgetränk wurde.

Seiner Schilderung zur Geschichte von Stadt, Burg und Personen, fügte Gerd Grein Anekdoten und Geschichten hinzu. Nach guten eineinviertel Stunden war die Führung leider schon vorbei und Herr Grein beendete die Führung mit einem Gedicht eines Nachtwächters aus Dietzenbach, was dieser als "Neujahrs" Spruch verwendete. Die Aussage des Spruchs wäre heute noch genau so aktuell wie damals.
Alles war es eine sehr gelungene Veranstaltung die wir nur weiter empfehlen können.

Infos unter:
Nachtwächterführung

Telefon: 06103 / 8 04 96 40
Frau Irene Miltenberger

11.05. und 18.05.2006

6. Kochkurs für Männer Spezialthema: Sushi



Nigiri Sushi



Unser 6. Kochkurs fand zum ersten Mal im Frühjahr und unter der Leitung einer Frau statt. Unsere sonstigen Kochkursleiter Ralf und Gerald waren bei diesem Kochkurs ebenfalls nur Teilnehmer. Sie übergaben die Regie an Frau Schwab ab, weil es diesmal um einen Sushi - Kochkurs ging. Insgesamt machten neben Ralf und Gerald noch neun weitere Teilnehmer mit. Am ersten Veranstaltungsabend brachte uns Frau Schwab bei, wie man richtig Sushireis kocht und wie man Nigiri Sushi (drück Sushi) zubereitet. Den Reis bereitet man so zu, dass man ihn zunächst in ein Sieb gibt und dann solange unter fließendem Wasser wäscht, bis das Wasser klar bleibt. Der Reis muss dann eine genügend lange Zeit zum abtropfen und quellen stehen gelassen werden. Anschliessend setzt man den Reis mit der gleichen Menge Wasser auf (auf 100g Reis, 0,1 Liter Wasser). Den Reis lässt man nun bei grosser Flamme 5 -7 Minuten aufkochen, dann 5 weitere Minuten bei mittlerer Hitze und abschliessend noch 5 Minuten bei geringer Hitze, bis der Reis alle Flüssigkeit aufgenommen hat. Während der gesamten Garzeit des Reises muss der Kochtopf mit einem Deckel verschlossen sein.


Als Fisch verwendeten wir rohen Lachs, den wir eine Stunde in Seetang mit Reiswein und Meersalz, eingelegt hatten. Diesen schnitten wir dann dünn auf. Um Nigiri Sushi herzustellen, nimmt man eine Scheibe von dem dünn geschnittenen Fisch in die Hand. Bestreicht dieses Filet mit eine Meerrettichpaste



und gibt anschliessend eine entsprechende Menge Reis auf dieses Filet. Anschliessend drückt man den Reis und das Filet zusammen,



so dass man am Schluß ein schön geformtes Sushi hat, das ein bisschen an eine Krabbe erinnert. Dieses umwickelt man mit einem Streifen Seetang. Bei den meisten Teilnehmern, auch bei den Profis, sah allerdings das sushi nicht so aus wie die Vorzeigexemplare von Frau Schwab, siehe 1. Bild.

Beim anschliessenden Essen unserer Nigiri Sushis berichtete unsere Kochlehrerin über verschiedene Original-Zubereitungsarten für Sushi und ihre europäische Abwandlung.

Maki (Rollen) Sushi



An unserem zweiten Sushikochkursabend stand Maki Sushi an. Sowie eine japanische Suppe. Da wir in der Vorwoche gelernt haben, wie man Sushi Reis richtig kocht, hatten wir den Reis zu erst ordentlich gewaschen und anschliessend zum quellen stehen gelassen. Während der Reis kochte, bereiteten wir Teilnehmer die Füllungen für unser Sushi vor. So wurden Karotten, Gurken und asiatische Gemüse in ca. 1 cm dicke und 20 cm lange Streifen geschnitten. Die Karotten wurden gekocht und die Gurken gesalzen. Zusätzlich wurden Krabben angebraten und ein japanischer Eierkuchen hergestellt. Zuerst wurde ein normaler Eierpfannenkuchen hergestellt. Nun wurde eine normale Teigmenge in der Pfanne angebacken. Anstatt den Kuchen dann zu wenden, klappte Frau Schwab den Teig zur Hälfte um und füllte eine neue Menge Teig in die Pfanne. Als dieser wiederum leicht angebraten war, klappte sie die andere Hälfte um und füllte erneut eine frische Menge Teig in die Pfanne. So ging es weiter bis ein dicker Pfannenkuchen entstand,der sehr stark an einen Schicht- oder Baumkuchen erinnerte. Dieser wurde anschliessend ebenfalls in Streifen geschnitten.



Beim Pfannenkuchen backen



Die fertig geschnittenen Füllungen

Nachdem alle Füllung hergestellt und der Reis gar war, ging es ans Rollen. Als erstes legt man ein Blatt Seetang auf seine Sushi Matte. Achtet darauf, das die glatte Seite des Seetangs auf der Matte liegt. Nun bestreicht man den Seetang mit Reis. Damit der Reis nicht an den Fingern kleben bleibt, taucht man die Finger in Essigwasser. Man sollte darauf achten, den Reis gleichmässig und dünn zu verteilen. Auch sollte man den Rand und die Ecken nicht vergessen. Das Seetangblatt sollte so 2/3 - 3/4 mit Reis bedeckt sein. Nun legt man seine Wunschfüllung mittig auf den Reis. Beim Zusammenrollen muss man darauf achten, das die Füllung mittig ist und man die Matte mit einrollt und das man die Rolle fest zusammen rollt, so das keine Luftblasen drinnen bleiben. Anschliessend schneidet man die Endstücke der Rolle ab, halbiert sie. Anschliessend kann man nach Wunsch 3 oder 4 Sushirollen aus Stücken schneiden und anschliessend essen.
Über die Haltbarkeit von Maki Sushi teilte uns Frau Schwab mit, dass wenn man die Rolle in Alufolie eingewickelt und kühlt, diese bis zu 2 Tage haltbar ist. Geschnitten, maximal 2 Stunden, da der Reis sehr schnell austrocknet. Als in allem haben die beiden Sushiabende sehr viel Spaß gemacht.

29.05.2006

Besichtigung des Karolingerhof


Am 29.5., an einem nasskalten Tag fuhren wir, 10 Radfahrer und gut 30 Autofahrer vom HdB zum Bauernhof des Sebastian Rosskopf, zu Besichtigung seines Hofes Dort angekommen, informierte uns Sebastian über die Entwicklung des Betriebs, von 1966 bis heute. Der Milchviehbetrieb ist der größte im Kreis Offenbach und verfügt über ca. 100 Milchkühe. Dabei gibt eine Kuh im durchschnitt 9400 Liter Milch pro Jahr. Der erzeugte Liter Milch enthält ca. 4,13% Fett und 3,37% Eiweiß.
Damit die Kühe diese Leitung erbringen können, benötig eine Kuh am Tag (für ca. 25 Liter Milch)

0,9 Kg Heu
23 Kg Maissilage
7,5 Kg Grassilage
7,5 Kg Biertreber (das was übrig bleibt, wenn man Bier braut)
1,8 Kg Raps/Soja
3,0 Kg Getreidemischung

Diese Futtermischung wird je nach Qualität des Futtermaterials gemischt.
Bei Milchkühen, die mehr als 25 Liter Milch täglich geben, wird zusätzlich Kraftfutter zugeführt. Die Auswertung der Menge und Qualität der Milch, die eine Kuh gibt ,erfolgt elektronisch. Da jede Kuh eine Transponter am Hals hängen hat, kann jeder Kuh, die mehr als 25 Liter Milch am Tag gibt, mittels einer separaten Futterstelle die entsprechende zusätzliche Menge Kraftfutter zugeteilt werden.
Eine Kuh gibt nach der Geburt eines Kalbs gute 11 Monate Milch, wobei die ersten 2 Wochen die Milch dem Kalb zusteht. Nach 14 Tagen werden Bullenkälber an Mastbetriebe verkauft und nur die weiblichen Kälber weiter im Betrieb gehalten.
Dabei sieht die Unterbringung wie folgt aus:
Kälber bis 14 Tage: In Einzelboxen
Kälber bis 4 Monate: Laufstall mit Stroh
Jungvieh bis 14 Monate: Vollspaltenboden.
Restliche Tiere: Im Laufstall, mit Liegeboxen.
Jährlich werden in diesem Betrieb 40 jung Kühe groß gezogen.
Während unseren Rundgang bekamen mir den Melkraum gezeigt, der relativ klein und eng ist. Er wird kurzfristig, durch einen Neubau, der entsprechend größer ist, ersetzt. Beim Melken der Kühe wird anhand des Transponders die Qualität und Quantität der Milch, ausgewertet. Gute 3 Stunden brauchen 2 Personen jeweils morgens und abends, um die 100 Kühe zu melken. Mit dem neuen Melkstand soll dies dann nur noch insgesamt 2 Stunden dauern. In diesem Melkstand können 32 Kühe gleichzeitig gemolken werden.
Uns wurde erklärt, wie man Mais oder Stroh zu Silage verarbeitet. Das Ausgangsprodukt wird gehäckselt und luftdicht gelagert. Die Milchsäurebakterien verwandeln nun den Zucker im Ausgangsmaterial in Milchsäure. Dadurch wird das Produkt haltbar und leichterverdaulich für die Tiere.
Im Kuhstall bekamen wir dann die Unterbringung der Kühe gezeigt. Der Stall ist offen, damit er nicht überhitzt, weil Kühe keine all zu große Hitze mögen. Im Sommer haben die Kühe auch die Möglichkeit auf eine Weide zu gehen. Zur Kühlung in den „heißen" Monaten wurde eine kleiner Wasserzerstäuber installiert. Hierbei handelt es sich um eine eigen Erfindung des Landwirts. Bei den Kühen sehr begehrt war auch eine "Trockendusche". Hier bei handelt es sich um zwei Bürsten die die Kühe dazu verwenden um sich zu Masieren und zu reinigen.
Die entstehende Gülle, wird als Dünger auf den 98 Hektar großen Äckern des Bauern verwendet. Dabei werden von den 98 ha ca. 67 ha als Ackerland und ca.31 ha aus Grünland verwendet.
Abschließend bekamen wird noch den Fuhrpark gezeigt. Vom Trecker des Vaters ,bis zum moderne Traktor und erworbenen Hänger, der gigantisch Ausmasse hatte. Dieser wird benötigt, da die heutigen Erntemaschinen ebenfalls deutlich größer geworden sind und z.B. bis zu 12 Reihen Mais auf einmal ernten können.
23. Juni - 25. Juni 2006

6. Kolping Bikertreffen 2006 in Sarstedt bei Hildesheim



Neues entdecken, sich als Mensch erfahren und entwickeln, auf die Wanderschaft gehen: das ist Kolping. Zu so einer Wanderschaft lud die Kolping Sarstedt / Hildesheim vom 23. – 25.Juni 2006 ein.
Wir, die Kolping Jügesheim, waren wieder wie jedes Jahr dabei.
Wir fuhren am Freitag, den 23.06.06 um 9:30 Uhr von Jügesheim mit Christine Feil & Hans Merg, Angelika & Helmut Winter los. In Seligenstadt war der nächste Treffpunkt wo wir Waltraut und Roland Steidl abholten. Um 10°° Uhr setzten sich unsere 3 Motorräder in Richtung Seligenstädter Dreieck in Bewegung, über die A 45 und A 66 Richtung Fulda. Bei Gelnhausen holte uns Peter Pietz ein, der dann auch für die gesamte Strecke unser Scout war. Vor Fulda fuhren wie auf die B 27 bis Göttingen und dort auf die B 3, dieser folgten wir bis kurz vor Hildesheim. Danach ein kurzes Stück B 1 und dann links ab nach Sarstedt, wo wir um 17:40 Uhr bei der Kolping ( Kath. Kirche) eintrafen.
Es war kein Motorrad von der KF zu sehen. Nach der ersten Begrüßung sagte man uns, dass die Biker zur Ausfahrt und Besichtigung der Marienburg sind. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, ob privat, Zelt oder Hotel, es war sehr gut durchorganisiert ( Shuttle-Services zum Hotel und Privatunterkunft). Nach einer schönen Dusche trafen wir uns zum Grillabend am Pfarrhaus Heilig Geist. Unser Jügesheimer Kolping – Banner wurde von Helmut und dem geschäftsführenden Vorstand, Heinrich Albers, neben den anderen Fahnen aufgehängt.
Nach einer geruhsamen Nacht trafen wir uns ab 8°° Uhr wieder im Kolpingsaal.
Oh – Schreck, unsere Kolpingfahne war weg ! Als erstes dachten wir, dass Peter Pietz, der als letzter von uns das abendliche Fest verließ, die Fahne mitgenommen hat – das war aber nicht der Fall. Uns wurde die Fahne gestohlen! Nach den Frühstück besichtigt eine Gruppe die Kirche, die Zweite machte eine Ortsbegehung, beide mit Führung. Am Sa. um 11:30 Uhr trafen 5 weitere Motorräder aus Jügesheim, mit Renate & Klaus Differenz und Sohn Kai, Peter Dries, Jochen Treude und Hartmut Reining, ein. Nach dem Mittagessen setzten sich alle Biker nach Hildesheim in Bewegung.
Auf dem Programm stand: Besichtigung des Hildesheimer Doms, der 1000 jährige Rosenstock, Führung zum historischen Marktplatz mit Besichtigung des Knochenhauer – Amtshauses. Anschließend weiterfahrt zur Kolpingfamilie Borsum, zum Kaffeetrinken. Der Kolpingchor Borsum, mit Unterstützung von Christine Feil, brachte uns ein Ständchen.
Um 18°° Uhr begann der Gottesdienst, mit der Gemeinde, unter freiem Himmel, bei schönstem Wetter, mit Grußworten, von Heinrich Albers Sarstedt, vom Bürgermeister, vom DV – Hildesheim und der Evangel. Pfarrerin, mit anschließender Segnung der Bikerinnen und Biker und der Motorräder durch Pfarrer Sorge.

Die Messe fiel ausgerechnet auf den Zeitpunkt, als Deutschland gegen Schweden (WM) spielte. Aber der Pfarrer und Diözesanpräses Hans Günter Sorge hielten die Gottesdienstbesucher immer auf dem neuesten Ergebnisstand / Ende 2:0 . An dem kurzfristig organisierten Hähnchengrillwagen mit Salatbüfett konnte sich jeder stärken. Die Kolping Band spielte zur Abendveranstaltung auf ( Country und Oldies ). Gerhard Jänke, der Hauptorganisator sprach nun zu uns, bedankte sich für das zahlreiche Kommen, überreichte dem kürzest angereisten Teilnehmer und dem jüngsten Teilnehmer ein Präsent. Kai Differenz bekam als jüngster Selbstfahrer ein T- Shirt. Matthias Raab gewann eine norddeutsche Butterfahrt, weil er sich schon vor einem Jahr in Osterhofen angemeldet hatte. Gerhard übergab den Wanderpokal ( Knochen ) an den nächsten Veranstalter des 7. Bundesweiten Kolping Bikertreffen 2006, Roland Benedickt, aus Kierdorf ( Bad Homburg im Taunus ).
Grußworte und ein Dankeschönpräsent übermittelten ( überreichten) die Kolpingsfamilie Neunkirchen, Matthias aus Beindersheim und Helmut aus Jügesheim. Um 23°° Uhr machte die Polizei der Kapelle, wegen nächtlicher Ruhestörung ein Ende. Nun zogen wir hinter die Kirche, wo die Feier weiter ging.
Nach einer kurzen Nacht stand ab 8°° Uhr das Frühstück, liebevoll und von fleißigen Händen vorbereitet, im Pfarrhaus bereit. Als Angelika und Helmut zu ihrem bewachten Motorrad kamen war auch die kleine Deutschlandfahne, die auf der hinteren Gepäckauflage befestigt war, weg. War es die Fußballweltmeisterschaft, die preußische Mentalität, die schönen Fahnen, war es Zufall oder hat man es auf die Jügesheimer Fahnen abgesehen, denn nur unsere Fahnen wurden entwendet !? - Das werden wir nie erfahren. Gerhard Jänkes Frau überreichte kurz vor der Abreise Helmut als Trost ihre eigene, kleine Deutschlandfahne, dass wir nicht ganz ohne Fahne nach Hause fahren müssen.
Wir bedankten uns bei Gerhard Jänke und dem Vorstand der Kolpingsfamilie Sarstedt für die überaus freundliche Aufnahme und die gute Organisation und traten gegen 10°° Uhr die Heimreise an.
Nach einer langen und sehr heißen Heimfahrt sind wir gesund und ohne Unfall gegen 18°° Uhr zu Hause angekommen.
Mit 13 Personen waren wir wieder eine stattliche Truppe.
Bis zum 7. Kolping – Bikertreffen 2007 in Bad Homburg.

Treu Kolping
Helmut Winter
02.07. - 09.07.2006

Auf den Spuren des heligen Bonifatius


von Mainz nach Fulda vom 2.Juli bis 9. Juli 2006

2. Juli: Von Mainz nach Kriftel



Bonifattius Route, in der Pfarrekirche zu St. Vitus

Mit der S-Bahn fahren wir Vier, Arnold Rohfuß, Gotthold Schwab, Norbert Löw und Michael Jung nach Mainz. Vom Bahnhof Mainz-Süd sind es nur wenige Schritte zum Dom, wo uns am Eingang die Statue des hl. Bonifatius begegnet. Im Dom betet jeder für sich, Kerzen werden angezündet. Dann begeben wir uns auf den Weg. Am Rheinufer entlang geht es zur Theodor Heuss-Brücke und über den Rhein nach Mainz-Kastell. Auf den Rad- und Fußwegen der hessischen Rheinseite herrscht reger Fahrradbetrieb – es ist Sonntag und herrliches Sommerwetter. Wir erreichen Mainz-Kostheim und die Mainmündung. Diese sieht in Anbetracht der Länge und der Schiffsbewegungen recht unspektakulär aus. Die Sonne brennt heiß, doch ein frischer Ostwind kühlt angenehm. Auf einem Damm geht es durch die Mainauen den Main aufwärts durch den östlichen Teil des Rheingaus. In Hochheim steigen wir hinauf zur Kirche St. Peter und Paul.


St.Peter und Paul in Hochheim

Angesichts einer gerade stattfindenden Taufe werden wir gebeten, uns ruhig zu verhalten. Doch beim Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehen" stimmen wir lauthals ein, was der Taufcorona sichtlich nicht unangenehm ist. Danach halten wir Mittagspause an der Kirche mit erhabenem Blick über den Main. Wir gehen durch die urige Altstadt Hochheims und stärken uns mit einem Weizenbier an einer kleinen rustikalen Hinterhoftheke. Weiter wandern wir durch die Rheingauer Weinberge Richtung Flörsheim mit Blick auf die Opelwerke. Bei Wicker besuchen wir eine kleine Kapelle, errichtet zum Gedenken an die Gefallenen der umliegenden Gemeinden. Wir sprechen Gebete und Segensworte aus dem von Dieter Groha hervorragend vorbereiteten religiösen Begleitheft und verabschieden uns mit den Mutter-Gottes-Rufen. Unweit der Kapelle an einem Aussichtsturm verkauft ein Winzer seine Erzeugnisse und hat dazu auch Tische und Bänke aufgestellt. Wir liegen gut in der Zeit und können uns eine Pause leisten. Eine Flasche halbtrockenen Rieslings, gepaart mit einer Flasche Wasser und einer Brezel im Schatten mit herrlichem Blick zum Main tut so gut, dass wir uns noch eine Flasche genehmigen. Letztes Jahr soll Dieter diesen Stopp vehement unterbunden haben; seine Abwesenheit heute wird also brutal ausgenützt. Nach dem malerischen Wicker werden die Weinberge von Getreidefeldern abgelöst. Die Wintergerste scheint reif zu sein; der Weizen ist noch relativ grün. Bei Weilbach überqueren wir die A3 und besteigen anschließend einen Aussichtshügel. Der Blick reicht vom Feldberg im Taunus bis zum Melibokus, dem höchsten Berg des Odenwaldes. Feldberg und Skyline von Frankfurt werden die nächsten Tage unsere Begleiter sein. In Bad Weilbach begeben wir uns hinab zur Heilquelle. Das schwefelhaltige Wasser schmeckt „äußerst gewöhnungsbedürftig", soll aber gesund sein. Hinter Weilbach laufen wir an den renaturierten Sand- und Kiesgruben entlang. Einige Marschlieder beflügeln unsere Schritte. Später überqueren wir die A66 abweichend von der ausgezeichneten Route über eine westlicher gelegene Brücke. Wie wir später feststellen, ist nun aber auch die reguläre Brücke soweit fertig gestellt, dass sie von Fußgängern genutzt werden kann. Je näher wir unserem Etappenziel Kriftel kommen, umso mehr dominiert der Obstanbau die Landschaft. Reife Kirschen verführen zum Pflücken, neuere Apfelplantagen sind als Spalierobst angelegt. Vorbei an der Bonifatiuskapelle wandern wir später an einem Bach entlang und nähern uns dem Stadtzentrum. In der Pfarrkirche St. Vitus findet gerade ein Gottesdienst in vermutlich kroatischer Sprache statt. Nach einem stillen Gebet verlassen wir die Kirche und begeben uns zu unserem Nachtquartier, einem Hotel unter koreanischer Leitung. Wir können es kaum erwarten, unsere brennenden Füße von den Schuhen zu befreien und reihum die einzige Dusche unserer Suite zu genießen. Die Wartezeit verkürzen wir mit sauergespritztem Apfelwein. Noch während wir das koreanisch scharfe Abendessen genießen, trifft Dieter Groha zu uns. Wegen der Taufe seiner Enkelin konnte er den ersten Tag nicht mit uns laufen. Wir profitieren davon, in dem Dieter unser Gepäck mitgebracht hat, das wir ansonsten separat nach Kriftel hätten transportieren lassen müssen. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Rundgang durch Kriftel mit Abschluss in einem Biergarten.

3. Juli: von Kriftel nach Niedererlenbach



Am nächsten Morgen organisieren wir nach dem Frühstück noch den Gepäcktransport nach Niedererlenbach. Wir sind etwas skeptisch angesichts der Sprachprobleme mit den Koreanern. Auf einem Rad-Fußweg geht es der Bahn entlang nach Zeilsheim. Die Bartholomäuskirche, die wir noch im Rahmen der Frühjahrswanderung besucht hatten, ist heute leider verschlossen. Also wandern wir weiter nach Norden nach Oberliederbach und von hier aus nach Osten nach Sulzbach/Taunus. Hier ist die evangelische Kirche verschlossen, aber die ebenfalls nahe der Bonifatiusroute liegende katholische Kirche neuerer Bauzeit hat geöffnet. So sprechen wir Gebete aus unserem Heft und singen Lieder aus dem Kolping-Walldürn-Begleitheft. Hinter Sulzbach durchqueren wir die malerisch angelegte Baumlandschaft „Arboretum".


von Stockstadt nach Steinberg, "Arboretum"

Auf dem weiteren Weg nach Eschborn dominieren wieder Getreidefelder und im Hintergrund die Skyline von Frankfurt. Frankfurt hatten wir bisher immer nur als Großstadt angesehen. Wir sind von dieser großflächigen hügeligen Landschaft zwischen der Stadt und dem Taunus angenehm überrascht. In Eschborn nehmen wir auf halbwegs schattigen Bänken im Zentrum unser Mittagessen ein und genehmigen uns anschließend noch einen Sauergespritzten in einem urigen Äbbelwoi-Garten. In nordöstlicher Richtung führt die Route weiter durch Getreidefelder. Wir unterqueren die A5 und erreichen Niederursel, wo wir eine Kaffeepause einlegen. Doch Kaffee und Cappuccino sind kalt und geschmacklos, so dass wir auf Sauergespritzten umsteigen. Groß ist unser Wasserbedarf bei dieser Hitze. Auf unserem weiteren Weg passieren wir bei Kalbach das neue Uni-Gelände mit einem riesigen Neubaugebiet. Später erreichen wir den schön angelegten Bonifatiusbrunnen, dessen Wasser wir lediglich zum Kühlen, nicht aber zum Trinken nutzen können.


Bonifatiusbrunnen bei Kalbach

In Kalbach unterqueren wir de A661 und erreichen dann Bonames. Unweit der Route befindet sich hier die einzige St. Bonifatiusgemeinde zwischen Mainz und Fulda. Leider ist auch diese katholische Kirche wie fast alle evangelische Kirchen im Frankfurter Umfeld geschlossen. Im Stadtteil Harheim legen wir an einem Kapellchen eine letzte Rast ein, bevor wir über den Buckel nach Niedererlenbach laufen. Vor dem Ort müssen wir noch einen üblen Abschnitt über ein zerfurchtes Stück Acker passieren, sehr unangenehm mit Turnschuhen zu laufen. Laut Norbert und Gotthold soll uns in Niedererlenbach Petra Roth, die Frankfurter Oberbürgermeisterin empfangen. Naja, wäre auch zuviel der Ehre. Aber wir finden ein komfortables Hotel vor, auch ist unser Gepäck wider Erwarten problemlos angekommen. Den Abend verbringen wir in einem urigen Gartenlokal bei deftigen Speisen.


Vier vor der Frankfurter Skyline

4. Juli: von Niedererlenbach nach Eichen



Nach dem üppigen Frühstück am nächsten Morgen wandern wir nach Osten zum Bad Vilbeler Stadtteil Dortelweil. Skyline und Feldberg treten nun in den Hintergrund, aber in der Ferne raucht der uns so vertraute Kühlturm des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg. Wir befinden uns in der Wetterau, Kreis Friedberg und später Main-Kinzig-Kreis. In einem Bogen wandern wir durch Schatten spendenden Wald die Nidda entlang, bevor wir wieder in den Ort geführt werden. Die evangelische Kirche von Dortelweil hat zwar geöffnet, aber nur, weil die Orgel repariert wird. Wir drehen nach Norden Richtung Karben ab. An der ebenfalls geschlossenen evangelischen Kirche in Karben legen wir eine Frühstückspause ein und steigen dann hinauf an einer Obstplantage vorbei in einen Buchenwald Richtung Schöneck-Büdesheim. Dort machen wir am Schloss Mittagspause und ziehen dann weiter nach Norden, vorbei am Bonifatiushof, dann nach Osten zum Nidderauer Stadtteil Heldenbergen.


An der Kirche von Heldenbergen

Der stellenweise stark zerfurchte Weg ist von hohem Gras überwuchert, dabei brennt die Sonne unbarmherzig auf uns herab; es sind erneut etwa 35°C. In Heldenbergen treffen wir wieder auf eine katholische Kirche, ebenfalls verschlossen. Wir fragen uns, warum der Bonifatiusweg immer wieder von einer geraden Route in Ortschaften und zu Kirchen abzweigt, die dann geschlossen sind. Von Heldenbergen sind es auf einem Radweg nur 4 km bis Eichen. Ich erinnere mich an eine Kolping-Hüttenwanderung in diesem Gebiet, als uns ein Einheimischer den Weg erklärte: "Do geht’s no Aasche, do geht’s no Gaasche." (gemeint waren Eichen und Kaichen). Die Bonifatiusroute führt nun nicht direkt nach Eichen, sondern zunächst einmal nach Windecken, wo wir in einem Stehkaffee noch eine Kaffeepause einlegen.


Zwischen Windecken und Eichen

Dann geht es zunächst im Ortsteil aufwärts, später nicht minder steil durch einen Hohlweg hinauf zu einer Kuppe. Dieser Hohlweg hält jedes Lüftchen, aber nicht die Sonne fern, keiner friert. Auf der Kuppe haben wir einen herrlichen Ausblick über die Wetterau und den noch vor uns liegenden Vogelsberg. Der kleine Rastplatz hier auf der Kuppe ist liebevoll von den Windecker Landfrauen gestaltet, z.B. mit einer kleinen Bonifatiusskulptur aus Holz und einer Holztafel. Nun geht es am Waldrand vorbei hinab nach Eichen, noch einmal etwa 45 min. Müde und mit brennenden Füßen erreichen wir etwas verfrüht unseren Gasthof zum Lamm. Gnädigerweise lässt uns die Wirtin schon vor der offiziellen Öffnungszeit ein. Auch unser Gepäck ist angekommen. Nach der ersten Halben sind die Strapazen schon fast vergessen, sukzessive verschwindet Einer nach dem Anderen zum Duschen. Mir als Wahl-Dudenhöfer kommt nach vielfältigem Gefrotzel über Jügesheims diasporale Nachbargemeinde die seltene Ehre eines temporären „Giesemers honoris causa" zu, befristet bis zur Ankunft in Jügesheim. Nach dem Abendessen laufen wir noch eine Runde durch den landwirtschaftlich geprägten Ort, bevor wir uns das WM-Halbfinalspiel Deutschland –Italien ansehen. Nach der ersten Halbzeit suchen einige bereits das Schlafgemach auf. Später werden wir durch ausgeprägten italienischen Jubel auf das aus deutscher Sicht enttäuschende Ergebnis aufmerksam.

5. Juli, von Eichen nach Stockheim



Als wir uns am nächsten Morgen bis zum nächsten Jahr verabschieden, blickt uns die Wirtin verständnislos an. „Wie, ihr wollt das nochmal laufen?" Wir begeben uns nicht auf den direkten Weg, sondern gehen exakt der Bonifatiusroute nach, vorbei an einer Bäckerei, wo sich einige noch mit der Tagesration eindecken. Nach einem Anstieg durch Getreidefelder erreichen wir den Waldrand und laufen nun im Schatten bis nach Kloster Engelthal. Neben der Informationstafel über die aktuelle Position auf dem Bonifatiusweg wächst ein Rosenstock, eine besondere Rose, wie uns eine Ordensschwester beim Gießen erklärt, eine Bonifatiusrose, extra gezüchtet aus Anlass des Bonifatiusjahres 2004.


Pflege der Bonifatiusrose im Kloster Engelthal

In der Klosterkirche halten wir wieder eine kurze Andacht, sprechen Gebete und Segensworte und singen einige Lieder. Der weitere Weg führt uns auf Umwegen nach Altenstadt mit seinem schönen Ortskern, vorbei an der erwartungsgemäß geschlossenen evangelischen Kirche. Per Radweg sind es von hier nur ein Paar Kilometer bis Glauberg, doch die offizielle Route führt in einem weiten Bogen über die vielen Ortsteile von Limeshain, großenteils durch schattige Wälder. Wir überqueren die A45. Die Landschaft wird hügeliger, wir haben die Ausläufer des Vogelsberges erreicht. Es ist drückend heiß. So kommt uns ein kleiner Brunnen im Wald gerade recht, Arme, Beine und Gesicht zu kühlen. In Düdelsheim genehmigen wir uns wieder eine Stehkaffeepause und erreichen dann die evangelische Kirche. Eine mit einem Auto vorbeikommende Frau sagt uns zu, die Kirche öffnen zu lassen und macht uns auf den Stempel im Nachbarhaus aufmerksam. Doch die Kirche ist bereits geöffnet, sodass wir heute zum 2. Mal eine kleine Andacht halten können. Nach dem Abstempeln unseres Roadbooks ziehen wir weiter den Berg hinauf. Nun kommen wir aus dem Wald heraus und sind wieder erbarmungslos der brennenden Sonne ausgesetzt. Dieter bangt schon vor der Überschreitung des Glaubergs, der in der vor uns liegenden Senke beginnt. Der Weg ist frisch asphaltiert und abgesplittet, heiß und weich. Doch trotz der Hitze klappt der Aufstieg besser als erwartet. Vor Stockheim legen wir eine letzte Rast ein, bevor wir mit brennenden Füßen den Bahnhof erreichen. Wir haben noch gut 45 min Zeit, bis der Bus, der uns nach Merkenfritz bringen soll, abfährt. In Merkenfritz lassen wir uns von den Kolpingbrüdern Siegbert Major und Wolf abholen und nach Steinberg bringen. Dort treffen wir auch auf unseren 72-jährigen Kolpingbruder Reinhold Sahm. Er wird die nächsten Tage mit uns wandern. In der Gaststätte nehmen wir die ersten Sauergespritzten zu uns, die schon auf dem Weg vom Schlund bis zum Magen verdunsten. Erholung gibt es dann im Hallenbad. Der Himmel zieht sich zu, ein Gewitter kommt auf und verspricht Abkühlung. Dieter überreicht jedem Teilnehmer den Bonifatiusroutenumhänger. Reinhold und Norbert erwerben aus den hier erhältlichen speziellen Bonifatiusartikeln auch eine Bonifatiusmütze.

6. Juli: von Stockheim über Glauberg nach Steinberg



Heute ist es trübe und schwül. Das Gewitter hat keine nennenswerte Abkühlung gebracht. Da wir nicht wissen, was uns an Streckenverhältnissen infolge des Gewitters erwartet, wählen die meisten Wander- statt Turnschuhe. Reinhold ist darüber hinaus mit Walkingstöcken einschließlich spezieller Handschuhe bestens gerüstet. Noch während der Busfahrt von Merkenfritz nach Stockheim beginnt es zu regnen. Ab Stockheim wandern wir auf einem Radweg nach Glauberg.


Von Stockheim nach Steinberg

Hier treffen wir wieder auf die Bonifatiusroute. Es hat aufgehört zu regnen. Entlang Getreide- und Maisfeldern geht es aufwärts, dann tauchen wir in einen hohen Buchenwald ein. Stellenweise müssen wir durch meterhohes Gras. Wir gehen auf dem historischen Weg „rechts der Nidder" nach Nordosten. Bei Effolderbach ist ein Rastplatz angelegt, den wir zur Frühstückspause gerne nutzen. Ein herrlicher Ausblick auf kleinere Ortschaften und diese abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft bietet sich uns. Wir laufen nun überwiegend im Wald, gestört von Bremsen. Jeder versucht die Biester durch Wedeln mit der Mütze oder Ähnlichem zu verscheuchen. Doch immer wieder schaffen sie es, uns zu stechen. An der Schafskapelle, einer Ruine, an der eine Wand mit einem schlüssellochförmigen Fenster wieder aufgebaut worden ist, verbringen wir unsere Mittagspause.


An der Scharfskapelle

Danach spielt Reinhold auf der Mundharmonika den Andachtsjodler. Mit einem Abstieg nach Lissberg verlassen wir vorübergehend den Höhenweg.


Blick auf Lissberg

Im Ort geht es wieder zur verschlossenen Kirche und dann wieder steil aufwärts. Mittlerweile brennt die Sonne wieder unbarmherzig vom Himmel bei ungebrochener Schwüle. Reinhold hält auch unter diesen widrigen Bedingungen tapfer mit. An einer Wegkreuzung spielt er den Andachtsjodler in jeden Weg hinein. Wieder folgt eine Etappe durch meterhohes Gras und Gestrüpp. Im nächsten Abstieg geht es nach Hirzenhain. Die Zeit ist reif für eine Kaffeepause in einer Bäckerei. Vorbei an der evangelischen Kirche marschieren wir steil hinauf Richtung Glashütten. Über die Straße wären es nur wenige km bis Steinberg, aber wir bleiben der Route treu bis kurz vor Glashütten. Nun steigen wir einen Hang hinab und treffen uns an einer kleinen bogenförmigen Brücke, die in ihrer Bauform der berühmten Venediger Säufzerbrücke nicht unähnlich ist.


An der "Säufzerbrücke", kurz vor Steinberg

Es ist nicht mehr weit bis Steinberg. Im Gasthof Wolf nehmen wir wie schon am Vortag den ersten Sauergespritzten in der Gaststube ein und erholen uns danach im Hallenbad. Nach dem Abendessen sucht ein Teil der Gruppe die Weidenkapelle auf, eine nur durch Weidenbewuchs gestaltete Kirche, in der sich auch heiratswillige ihr Ja-Wort mit geistlichem Beistand geben sollen. Danach treffen wir uns zu Musik und Gesang. Kolpingbruder Wolf holt seine moderne Drehorgel hervor und spielt einige der gespeicherten Lieder. Noch lange sitzen wir in der Gaststube und singen Lieder aus unserem Liederbuch, was auch Kolpingbruder Wolf sichtlich Freude bereitet.

7. Juli: von Steinberg über den Vogelsberg nach Hochwaldhausen



Leider müssen wir uns heute von Arnold verabschieden. Er hat wichtige Termine in der Heimat. Es regnet. Herr Wolf prognostiziert: „Wenn erst einmal die Sonne heraus kommt, lässt der Regen nach." – Was für ein Trost. Doch als wir nach dem Frühstück losziehen, hat es tatsächlich aufgehört zu regnen. Durch nasse Wiesen wandern wir an Glashütten vorbei und treffen dort wieder auf den Bonifatiusweg. Heute geht es überwiegend durch Wald, keine Ortschaft liegt auf unserer Route. Leicht, aber beständig steigt der Weg an. Wir halten Ausschau nach der „Stumpenkirche", die nahe Burkhards an unserem Weg liegen soll, doch wir finden sie nicht. Die Frühstückspause halten wir auf einer Bank nahe eines Aussiedlerhofes bei Burkhards. Da der weitere Weg stark zugewachsen ist, laufen wir über gemähte Wiesen, bis der Feldweg wieder einigermaßen passabel ist. Bald können wir den Turm des Hoherodskopfes sehen. Wie schon am Vortag sind die Bremsen ausgesprochen lästig. In der „Eierkurve", einem kleinen Rastplatz im Großraum Schotten lassen wir uns zur Mittagspause nieder.


In der "Eierkurve" bei Schotten

Da fängt es an zu regnen. Das Blätterdach über der Eierkurve hält noch eine Weile dicht, so dass wir unsere Mahlzeit noch beenden können, doch für den weiteren Weg sind die Regenschirme zu empfehlen. Nach einer Senke, an der wir die Nidder als Rinnsal überqueren, geht es zum letzten Mal aufwärts zum höchsten Punkt der Bonifatiusroute auf 663 m Höhe. Von hier aus sind die beiden höchsten Erhebungen des Vogelsberges in 2,5 km zu erreichen. Wir aber steigen hinab nach Hochwaldhausen, das zu Grebenhain gehört. Es hat aufgehört zu regnen. Im Garten des „Inselcafes" lassen wir uns nieder. Als Bonifatiuspilger unschwer zu erkennen, spricht uns der Kellner auf unsere weitere Route an. Die Distanz nach Fulda gibt er mit 42 km an. Doch unsere bisherigen 3 Läufer bestätigen einen Weg knapp über 30 km.


Kurz vor Hochwaldhausen

Quartier und Abendessen finden wir im Gasthof „Zum Felsenmeer". In unserer Abendrunde suchen wir die evangelische Kirche auf – sie ist geöffnet und wunderschön gestaltet.

8. Juli: Von Hochwaldhausen über Kleinheiligkreuz nach Fulda




In der Kirche von Hochwaldhausen

Der Wirt des Felsenmeeres transportiert heute unser Gepäck nach Fulda und nimmt Reinhold dabei mit bis zum Wallfahrtsort Kleinheiligkreuz. So ziehen wir verbliebenen Vier zügigen Schrittes los, allerdings nicht ohne eine kleine Morgenandacht noch zusammen mit Reinhold in Hochwaldhausens Kirche zu halten. Über Ilbeshausen, Nösberts-Weidmoos und Steinfurt erreichen wir Blankenau in Kreis und Bistum Fulda. Hier besuchen wir die ehemalige Zisterzienser Abtei und frühstücken auf den Bänken und dem Brunnen im Außenbereich.

Die Zisterzienserabtei von Blankenau


von aussen und innen

Weiter ziehen wir nach Hainzell, in dessen Kirche gerade die Vorbereitungen für eine Hochzeit stattfinden – eine Bläsergruppe probt. Nun geht es wieder etwas steiler aufwärts. Ich folge dem „Zuckerverbrenner" Gotthold auf Schritt und Tritt mit dem Erfolg, dass ich am nächsten Rastplatz aus dem Gesicht tropfe wie ein Kieslaster. Der weitere Weg hinab nach Kleinheiligkreuz ist stark aufgeweicht. In der Hessenmühle treffen wir wie vereinbart Reinhold, der uns von einem heftigen Schauer berichtet. Nach einer Stärkung im Gartenlokal besuchen wir die Wallfahrtskirche, auch hier finden Vorbereitungen zu einer Hochzeit statt. Noch einmal geht es steil aufwärts auf einem Kreuzweg, einem Teilstück des Jakobsweges, erkennbar am Muschelsymbol. Danach folgt ein ebenes Stück, immer im Wald. Als vor uns die Kuppen der Rhön auftauchen, erreichen wir auch gleich die Schnepfenkapelle.


An der Schepfenkapelle

Von hier aus ist der Großraum Fulda gut zu überblicken. Die Schnepfenkapelle können wir noch nicht betreten, ein Kind wird gerade getauft. Wir laben uns im Gartenlokal der daneben liegenden Gaststätte und betreten die Kapelle erst, nachdem die Taufgesellschaft diese verlassen hat. Eine kleine Andacht, unterstützt durch Reinholds Mundharmonikaspiel, dann heißt es Weiterziehen, der Fuldaer Dom ist noch weit entfernt. Erneut ist es drückend heiß und wir haben auf unserem Restweg keinen Schatten mehr, sieht man vom Innenraum der Kirche in Malkes ab.


Seitenaltar in der Kirche von Malkes

Oberhalb von Haimbach, auf einer Bank neben einem Wallfahrtsstein rasten wir erneut. Dann geht es nochmals eine gute Stunde hinab nach Fulda. Je näher wir Fulda kommen, umso mehr brennen die Füße. Wir erreichen den Dom kurz nach 18:00 Uhr, doch wir können nicht hinein: alle Türen sind verschlossen, eine herbe Enttäuschung nach 7 Tagen Pilgerschaft.


Geschafft! In Fulda angekommen.

Also suchen wir unser Quartier auf und begeben uns nach einer erfrischenden Dusche zur Brauereigaststätte „Wiesenmühle", wo heute abend das Spiel um den 3. Platz der Fußball-WM übertragen wird. Bei deftigen Speisen und süffigem Bier im Garten, das Spiel auf einer Leinwand verfolgend, was brauchen wir heute Abend mehr. Nach dem deutschen Sieg ist Fulda aus dem Häuschen. Uns zieht es in unser Quartier zurück, begleitet vom frenetischen Jubel der Fußballfans.


Bonifatiusstatur in Fulda

9.Juli: Von Fulda nach Jügesheim




Dom zu Fulda

Am nächsten Morgen besuchen wir den nun geöffneten Dom. Die Bonifatiuskrypta lädt zum Verweilen in stillem Gebet ein.


Bonifatiusgrab

Danach treffen wir wie vereinbart Maria und Michael Gonnert, einst Jügesheimer, jetzt Wahlrhöner zum gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes mit besonderer gesanglicher Einlage der Schola. In einer nahen Gaststätte essen wir noch zu Mittag und fahren dann mit dem Zug nach Hause.

Autor: Michael Jung


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