50 Jahre Kolpingsfamilie Jügesheim

Chronik in Kurzform - Was bisher geschah ...

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Sommer 1952 Erste Gespräche über die Gründung einer Kolpingsfamilie in Jügesheim. Adolf Sahm führt anlässlich der Jugendwallfahrt auf der Liebfrauenheideerste Gespräche mit Amandus Sattler und Dr. Klaus Kippert über eine Gründung.
10. Mai 1953 Gründungsfeier der KF Jügesheim.
36 Mitglieder werden aufgenommen. Unsere Patenfamilie, die Kolpingsfamilie Offenbach, gestaltet den Tag.
Nov. 1953 Die KF Jügesheim gestaltet den ersten Theaterabend mit dem Stück „Stark wie der Tod ist die Liebe“
1955 Beginn einer Serie von Firmenbesuchen
1.Kolpingwallfahrt nach Köln und Kerpen
19./20. März 1963 Erstmals Diözesanenkonferenzin Jügesheim
1971 Mitwirkung an der Festwoche anlässlich der 100 –Jahrfeier der Pfarrei.
1972 Erste Hüttenfahrt nach Siedelsbrunn
17. Mai 1974 Erste Bezirkswallfahrt der Bezirke Seligenstadt und Offenbach zur Liebfrauenheide
17. Jan 1977 1. Rentnerstammtisch
28. - 30. Mai 1978 3 Tagefeier zum 25-jährigen Jubiläum unserer KF
11.-14. Okt. 1979 Erste Städtefahrt nach Berlin mit dem Flugzeug. Beginn einer Serie von Städtefahrten innerhalb Europas.
9. August 1981 Erster Bezirksfamilientag an der Waldfreizeitanlage Jügesheim
19. Juni 1983 1. Diözesanfamilientag an der Waldfreizeitanlage
18. November 1984 Letzter Theaterabend im Schwesternhaus
3. Dezember 1984 Abschied vom "Schwesternhaus"
13. Mai 1985 Unser 32. Stiftungsfest feiern wir erstmals im "Haus der Begegnung", hier wird auf neuer Bühne mit dem Theaterstück "Ein Haus in Montevideo" die über 30-jährige Theaterspiel-Tradition fortgesetzt.
10. August 1985 1. Brunnenfest
25. - 27. Oktober 1985 Erste Hüttenfahrt der Kolpingfrauen
19. Juli 1992 KF-Generalpräses Festing besucht uns bei einem Fest an der Waldfreizeitanlage
9.-14. Mai 1993 Wir feiern unser 40jähriges Jubiläum
2. - 10. Juni 2000 2. Romfahrt anlässlich des Hl. Jahres
10. - 11. August 2002 2. Bundestreffen der Kolping-Biker in Jügesheim mit Motorradwallfahrt nach Walldürn

10. - 18. Mai 2003

Wir freuen uns auf eine tolle Jubiläumsfestwoche

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ausführliche Festschrift

wird noch mit Bildern belegt

Schon vor dem ersten Weltkrieg gab es unter Pfarrer Flath eine rege katholische Vereinsarbeit. Den Jünglingsverein für die männliche Jugend und getrennt davon eine weibliche Jugend sowie den katholischen Männerverein. Durch den ersten Weltkrieg wurde die katholische Vereinsarbeit unterbrochen.

In der Zeit nach dem Krieg regte sich wieder ein katholisches Vereinsleben. Intensiviert wurde dies als 1936 erstmals ein Kaplan nach Jügesheim kam. Mit Kaplan Georgen hatte die Gemeinde einen sehr engagierten Geistlichen gewonnen. Jungschar, Messdiener und Kirchenchor konnten trotz der Nazidiktatur arbeiten. Ihre Tätigkeit in dieser Zeit war allerdings auf Kirche und Schwesternhaus beschränkt. 
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 kam das katholische Vereinsleben fast gänzlich zum Erliegen. Nur noch am Dreifaltigkeitssonntag war es der Katholischen Jugend noch möglich, ihr Bekenntnis zur Kirche zum Ausdruck zu bringen. Dies konnte man sich bis zum Kriegsende bewahren.

Nach Kriegsende 1945 standen viele Menschen vor dem Nichts. Zudem mussten unzählige Flüchtlinge aus dem Osten in der Bundesrepublik eingegliedert werden. Auch die Vereine mussten unter schwierigen Bedingungen neu beginnen.

In der Pfarrgemeinde war es zunächst die Jugend, die einen Neuanfang wagte. Das Schwesternhaus war der zentrale Ort, wo die Jugend sich damals traf. Schon 1950 wurde der „Bund der katholischen Jugend“ unter dem damaligen Mainzer Bischof Stohr und dem Jugendseelsorger Prälat Wolker für ganz Deutschland gegründet. Die Jugendarbeit war rege, auch in Jügesheim. 
Schon im ersten Jahr besuchten wir mit ca. 40 jungen Leuten Rom zum Hl. Jahr. Gruppenabende, Spielabende, kleine Ausflüge sowie Zeltlager bestimmten damals die Jugendarbeit.

Anfang der Fünfziger Jahren wurde der Gedanke zur Gründung einer örtlichen Kolpingsfamilie diskutiert. Im Sommer 1952 wurde auf der Liebfrauenheide konkret darüber gesprochen. Adolf Sahm und unser damaliger Zentralsenior Amandus Sattler beschlossen mit dem Diözesanpräses Weißbäcker, die Sache gemeinsam anzugehen.

Unterstützt von Pfarrer Kappler und dem damaligen Kaplan Heininger machten sich unter der Leitung von Adolf Sahm 36 meist junge Männer an die Arbeit. Zwölf Vorträge zur Vorbereitung auf die Gründung wurden gut besucht. 

Am 10. Mai 1953 war es soweit: Die Kolpingsfamilie Jügesheim wurde offiziell gegründet.

Die Freunde aus der Kolpingsfamilie Offenbach waren unsere Paten. Präses Ludwig Wissel und Senior Klaus Kippert waren uns eine wesentliche Unterstützung. Unsere Arbeit konnte beginnen.

Regelmäßig alle 14 Tage führten wir unsere Heimabende durch. Ab 1954 gaben wir ein schriftliches Programm heraus. Unsere Kolpingsfamilie wuchs ständig. Bei dem alljährlichen Stiftungsfest im Mai konnten immer wieder neue Mitglieder aufgenommen werden. 

Dem ersten Vorstand gehörten an:

Unsere Arbeit und unser Programm orientierten sich an den Leitthesen Adolph Kolpings.

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 Beruf und Arbeit

In unserer Vereinsarbeit waren wir immer darauf bedacht, die Arbeitswelt in ihren verschiedenen Facetten zu beleuchten. So haben wir seit vielen Jahren eine Vortragsreihe „Berufe stellen sich vor“. In diesem Zusammenhang besuchen wir auch regelmäßig Betriebe.

Gesellschaft und Politik

Unter diesem Programmpunkt Adolph Kolpings gab es im Laufe der Jahre immer wieder interessante Vortragsabende und Diskussionen zu den unterschiedlichsten Themen. Landes- und Kommunalpolitiker waren ebenso unsere Gäste wie Mitarbeiter/innen aus dem sozialen Bereich. Mit vielen gesellschaftlichen Problemen beschäftigten wir uns nicht nur in der Theorie, sondern leisteten auch tatkräftig Hilfe.

Unser Jügesheimer Bischof Gratian Grimm wurde bei seiner Missionstätigkeit in Indochina ebenso unterstützt wie unser ehemaliger Kaplan und Präses Erich Nußbickel in Korea. Dieser trug neben seiner geistlichen Tätigkeit auch wesentlich zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in seinem Missionsgebiet bei. Während unserer jährlichen Adventsfeiern spendeten unsere Mitglieder wesentliche Geldbeträge. Auch Pater Hasler erhält unsere Hilfe.

1982 sammelten wir für Polen. Über 300 Pakete, meist mit Lebensmitteln und Kleidern, wurden damals gepackt. Auf dem Adventsbasar verkaufen wir Selbstgebackenes und – gebasteltes, um mit den Erlösen Projekte in der Dritten Welt zu unterstützen.

Mit der jährlichen Altkleidersammlung fördern wir soziale Projekte unseres Diözesanverbandes.

Neben der Aktion Portugal, die Schulspeisungen und die Ausbildung sozial Schwacher organisiert, werden die Aktion Lichtblicke, die bei Schwangerschaftskonflikten Wege zum Leben aufzeigt, und das Familienferiendorf Herbstein unterstützt.

In Herbstein fanden auch mehrfach Arbeitseinsätze von Jügesheimer Kolpingern statt.

In früheren Jahren waren wir zwei mal an der Grundrenovierung des Schwesternhauses beteiligt. Das Haus der Begegnung unterstützen wir mit Geldspenden.

Auch Gründungen von Kolpingsfamilien haben wir unterstützt, so im Jahre 1963 bei den Kolpingsfamilien Weiskirchen und Froschhausen. 1989 war es die Kolpingsfamilie Übach-Palenberg, die unsere Unterstützung fand. Wir stifteten jeweils das Banner und halfen bei der Gründungsfeier.

Ende der Sechziger Jahre entstand auf Anregung des Diözesanverbandes eine Verbindung zur Kolpingsfamilie Teltow bei Berlin. Auch heute gibt es noch Kontakte.

Im Jahr 1966 richteten wir eine zweitägige Diözesankonferenz aus.

Freizeit und Kultur

Fastnacht ( Bilder: 6,8,9,10,16,19,21)

Bild "6" Bild "8" Bild "9" ...      

Seit 1954 veranstaltet die Kolpingsfamilie gemeinsam mit dem Kirchenchor eine Rosenmontagssitzung, die sich bis zum heutigen Tag großer Beliebtheit erfreut. Die Mischung aus Gesang, Tanz Kokolores und Vortrag bestimmt das Programm zum Vergnügen der Narren heute wie damals.

Mehrmals beteiligten wir uns auch am Faschingszug mit Wagen oder Fußgruppen.

Theater ( Bilder 14,15)

       

Seit Herbst 1953 spielt unsere Laienspielschaar erfolgreich Theater.
Aufgeführt wird jeweils eine Komödie im Frühjahr zum Stiftungsfest und ein ernstes Theaterstück im Herbst.

1965 spielte die Gruppe anlässlich des internationalen Kolpingtages in Köln das Stück "Kleider machen Leute".

Die Qualität unserer Laienspielschaar wurde 19xx mit dem Kulturpreis unserer Heimatstadt Rodgau ausgezeichnet. Eine Anerkennung, die uns mit Stolz und Freude erfüllt.

Sport (Bilder 41,6)

       

Auch der Sport kommt bei uns nicht zu kurz.
Seit den Fünfziger Jahren hat die damalige Trendsportart Tischtennis nichts an ihrer Beliebtheit in der Kolpingsfamilie verloren. Hier verbindet sich beispielhaft schweißtreibender Sport und Geselligkeit.

Auch Fußball wird regelmäßig mit Einsatz und Freude gespielt.

Unterwegs zu Fuß (Bilder 2,4,22,33)

       

In unserer Kolpingsfamilie hat das Wandern viele Freunde.
Seit Jahren führen wir eine Hüttenfahrt für Männer und für Frauen durch.

Gemeinsam bestreiten wir außerdem eine Frühjahrs- und eine Herbstwanderung. Am dritten Weihnachtsfeiertag treffen wir uns zur Winterwanderung.
Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann auch an unserer Fahrradtour rund um unsere Gemeinde teilnehmen.

Städtefahrten (Bild 30)

 

Viele Freunde konnten wir mit unseren Städtefahrten gewinnen.
Auch eine große Anzahl von Nichtmitgliedern fühlt sich bei den Kolpingern gut aufgehoben.
Nicht nur europäische Metropolen wie Berlin, Rom und Paris, auch die Schlösser der Loire und die Toskana waren im abwechslungsreichen Programm.

Unsere Feste (1,23,24,25,26,31,40)

             

Ein wichtiges Fest ist unser jährliches Stiftungsfest, das wir Anfang Mai feiern.
Nach einem gemeinsamen Gottesdienst, werden Jubilare geehrt, neue Mitglieder aufgenommen und Informationen ausgetauscht. Danach wird gefrühstückt.

Regelmäßig im Sommer laden wir unsere Mitbürger zum traditionellen Brunnenfest ein.

Viele Jahre richteten wir Waldfeste aus - Lange Zeit auch im Zusammenhang mit dem Bezirksfamilientag. 1996 konnten wir hierzu unseren Generalpräses Festing begrüßen.
Unser Waldfest entstand aus unserem Waldspaziergang, der uns seit 1955 an das alte Waldhäuschen führte.

Im Mai 1978 feierten wir unser 25-jähriges Bestehen.
1993
folgte die 40-Jahr-Feier.
Beide Anlässe begingen wir mit einem umfangreichen Festprogramm.

Kerb

Wenn die Gemeinde ruft, stehen wir sogar als Kerbburschen zur Verfügung.
Im Jahre 1991 wurde erstmals wieder ein Kerbbaum in der Mitte Jügesheims aufgestellt. Dieser Brauch wurde durch die Kolpingskerbburschen neu belebt.

„alt und jung“ (Bilder 7,32)

       

Wir erfreuen uns einer aktiven Seniorengruppe. Neben regelmäßigen Treffen zählen Arbeitseinsätze und Ausflüge zu ihren Unternehmungen.

Junge Kolpinger treffen sich wöchentlich zu einem „Stammtisch“. Hier werden auch Fahrten geplant, das Diözesanzeltlager vorbereitet und Ideen für Fasching entwickelt.

Im Familienkreis haben junge Familien gemeinsame Unternehmungen durchgeführt.

Christ und Religion

Adolph Kolping sah neben sozialen Problemen seiner Zeit immer die religiösen Fragen als eine gleichwertig an. Daher war es ihm ein besonderes Anliegen, Christ-Sein und Religion in den Mittelpunkt seiner Arbeit mit den Gesellen zu stellen.

Auch heute sind religiöse Fragen eine Aufgabe, der sich die Kolpingsfamilie als katholischer Sozialverband annimmt. Dies geschieht in Form von Vorträgen, Diskussionen, und Aktionen.

Wallfahrt (3, 28, 29)

       

Im Jahre 1985 nahmen wir an der großen Kolping-Wallfahrt nach Köln und Kerpen teil.

1989 wurde eine Fußwallfahrt nach Walldürn ins Leben gerufen. Die anfängliche Zahl von neun Teilnehmern wuchs im Laufe der Jahre auf über 50 Personen an. Der lange, gemeinsame Weg ermöglicht religiöse Impulse in wiederentdeckter, traditioneller Weise.

1991 waren wir mit einer Gruppe aus unserer Gemeinde zur Seligsprechung von Adolph Kolping in Rom.

Die Fatimawallfahrt zur Liebfrauenheide gehört zu unserem jährlichen Programm.

Besinnungstage

In den ersten Jahren unseres Bestehens organisierten wir während der Fastenzeit einen Einkehrtag. Heute nehmen wir den Bezirkseinkehrtag wahr.


All diese Aktivitäten wurden von unserem Vorstand und vielen Mitgliedern vorbereitet, geplant und durchgeführt. Die jährliche Generalversammlung hat stets die Arbeit des Vorstandes unterstützt. 

Gemeinsam haben wir 50 Jahre im Sinne Adolph Kolpings gearbeitet und vieles für unsere Mitmenschen erreicht.

 

Wir danken allen Kolpingbrüdern und Kolpingschwestern, die uns über die vielen Jahre die Treue gehalten haben und uns jederzeit mit Ihrer Kraft und Ihrem Engagement unterstützt und weitergeführt haben.

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